Rolex startet Programm für geprüfte Uhren

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Rolex startet Certified Pre-Owned

Mit dem Programm Certified Pre-Owned schafft Rolex erstmals einen offiziellen Rahmen für den Verkauf gebrauchter Uhren über ausgewählte autorisierte Händler. Damit rückt ein Marktsegment in den Fokus, das lange von freien Anbietern, Auktionshäusern und privaten Verkäufen geprägt war. Für Sammler und Käufer entsteht ein klarer Bezug zur Marke – direkt am Verkaufstresen.

Im Kern steht die Frage nach Herkunft und Zustand: Welche Geschichte hat eine Uhr, wie wurde sie getragen, wie wurde sie gepflegt? Das neue Angebot setzt genau hier an und verbindet den Zweitkauf mit definierten Abläufen, nachvollziehbarer Prüfung und einem offiziellen Zertifikat. Zugleich bleibt der Charakter einer gebrauchten Uhr erhalten – inklusive Patina, Produktionsdetails und Referenzen, die nicht mehr im aktuellen Sortiment stehen.

Für den Handel bedeutet Certified Pre-Owned eine neue Rolle: Autorisierte Partner treten nicht nur als Verkäufer neuer Modelle auf, sondern werden zur Schnittstelle zwischen Erst- und Zweitmarkt. Das beeinflusst Preisbildung, Verfügbarkeit und die Erwartungen der Kundschaft – vom Einsteiger, der eine sichere Adresse sucht, bis zum Kenner, der gezielt nach einer bestimmten Ära oder Konfiguration fragt.

So läuft der Kauf einer Rolex Certified Pre-Owned beim autorisierten Händler ab (Ablauf, Dokumente, Kennzeichnung)

Der Erwerb einer Rolex Certified Pre-Owned erfolgt ausschließlich über einen autorisierten Rolex Fachhändler, der am Programm teilnimmt. Vor Ort wird die Uhr im Verkaufsraum als CPO-Stück ausgewiesen und separat vom übrigen Gebrauchtangebot geführt; der Händler verkauft sie erst, nachdem die Prüfung nach Rolex-Vorgaben abgeschlossen ist und das Stück in den CPO-Bestand aufgenommen wurde.

Ablauf im Geschäft

Zuerst werden Referenz, Zustand, Produktionszeitraum (mindestens drei Jahre alt) sowie die Übereinstimmung von Gehäuse, Werk und Zifferblatt kontrolliert. Danach folgt die technische Prüfung und Regulierung, der Austausch definierter Komponenten nach Spezifikation sowie die Aufbereitung nach den geltenden Vorgaben. Ist alles freigegeben, wird die Uhr mit dem CPO-Status erfasst, ausgezeichnet und mit Garantie ausgestattet; anschließend erfolgen Reservierung, Kaufvertrag und Übergabe wie bei einer neuen Uhr.

Dokumente und Kennzeichnung

Bei der Übergabe erhält der Käufer die Rolex Certified Pre-Owned Garantiekarte mit zweijähriger internationaler Garantie ab Verkaufsdatum, dazu die zugehörige Präsentation im CPO-Rahmen/Etui bzw. die programmtypische Verpackung. Je nach Verfügbarkeit kommen Originalbox und frühere Papiere hinzu; sie sind nicht zwingend Bestandteil des Programms, können aber mitgegeben werden. Im Geschäft ist das Stück über die CPO-Kennzeichnung am Display/Tag erkennbar; die Seriennummer wird nicht öffentlich beworben, bleibt jedoch im Händler- und Rolex-System dokumentiert.

Auf der Rechnung wird die Uhr als Certified Pre-Owned ausgewiesen, zusammen mit Referenz und den Handelsdaten des autorisierten Verkäufers. Damit sind Herkunft, Garantieanspruch und der Status im CPO-Programm klar zuordenbar, auch bei späterem Service über das Rolex Netz.

Garantien, Prüfungen und Serviceleistungen im Rolex Certified Pre-Owned Programm

Beim Rolex Certified Pre-Owned (CPO) Programm steht die Absicherung des Käufers im Mittelpunkt: Jede Uhr wird von Rolex anerkannt, erhält ein CPO-Zertifikat und wird über einen autorisierten Händler verkauft. Damit soll klar nachvollziehbar sein, dass Herkunft, Zustand und technische Funktion der Uhr geprüft wurden.

Garantieumfang und Dauer

Die CPO-Garantie gilt weltweit und läuft zwei Jahre ab Verkaufsdatum der zertifizierten Uhr. Abgedeckt sind Funktionsmängel, die auf Material- oder Herstellungsfehler zurückzuführen sind, sowie Defekte, die bei sachgemäßem Gebrauch auftreten. Die Garantie wird über das CPO-Karten-Set dokumentiert und ist an die Uhr gekoppelt, nicht an die Person des Erstkäufers innerhalb der Garantielaufzeit.

Prüfprozess und Serviceleistungen

Vor der Zertifizierung erfolgen Identitäts- und Echtheitsprüfungen anhand von Referenz, Seriennummer, Gehäuse, Werk und Zifferblatt; zugleich wird kontrolliert, ob die Uhr die Mindestanforderung erfüllt, mindestens drei Jahre alt zu sein. Technisch umfasst die Prüfung typischerweise die Beurteilung von Gang, Automatikaufzug, Kronen-/Dichtsystem, Wasserdichtheit (modellabhängig), Zustand von Gehäuse und Band sowie die Funktionskontrolle von Komplikationen. Erforderliche Arbeiten können eine Wartung, der Austausch verschlissener Komponenten gegen passende Originalteile und eine abschließende Qualitätskontrolle einschließen, bevor die Uhr versiegelt übergeben wird.

Zum Leistungsbild gehört auch, dass die Uhr in einen definierten Sollzustand gebracht wird: Sauberkeit, Schmierung, korrekte Zeigerstellung, sichere Schließmechanik und ein stimmiges Zusammenspiel von Werk, Gehäuse und Band. Kosmetische Maßnahmen können dazugehören, sie sind jedoch abhängig vom Modell und vom Zustand; Ziel ist die Erhaltung der Substanz, nicht eine optische Neugestaltung.

Ausschlüsse betreffen typischerweise Schäden durch Unfälle, Stöße, unsachgemäße Bedienung, Eingriffe durch nicht autorisierte Werkstätten, die Nutzung nicht originaler Teile, nachträgliche Modifikationen (z. B. Zifferblatt- oder Lünettenumbauten) sowie normale Abnutzung wie Kratzer, Materialabrieb oder Alterung von Leuchtmasse und Dichtungen durch Gebrauch. Auch Folgeschäden durch fehlende Wartung, Feuchtigkeit nach offen gelassener Krone oder falsche Handhabung unter Wasser fallen in der Regel nicht unter die CPO-Garantie.

Wer den Schutz nutzen will, sollte Service- und Dichtigkeitsprüfungen nach Herstellerempfehlung einplanen und Eingriffe ausschließlich über autorisierte Partner abwickeln. So bleiben Garantieansprüche nachvollziehbar, und die Uhr behält die Dokumentation, die das CPO-Programm auszeichnet.

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